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Nachwuchswerbung im Riesenrad: Hamburger Landschaftsgärtner baten zum Future Talk auf dem Hamburger Dom

Nachwuchswerbung im Riesenrad: Hamburger Landschaftsgärtner baten zum Future Talk auf dem Hamburger Dom

„Für uns ist diese Aktion nahezu ideal, um junge Menschen an den Beruf des Landschaftsgärtners heranzuführen. Denn wir können das, was wir tun, aus dem Riesenrad sozusagen am lebenden Objekt zeigen“, erklärte Sylvia Eggers, Referentin für Nachwuchswerbung beim FV HH, zwischen zwei Fahrtrunden. Und tatsächlich: Während sich die mit Kunstrasen dekorierte Gondel der Landschaftsgärtner immer wieder in luftige Höhen schwang, bekamen die in ihr sitzenden potenziellen Nachwuchskräften genaue Einblicke in die Arbeit der Experten für Grün: „Wenn man in der Gondel sitzt, sieht man zahlreiche Dachbegrünungen. Man blickt auf die etwa 47 Hektar große Parkanlage Planten und Blomen, die im Rahmen mehrere Gartenschauen weiterentwickelt wurde. Und man kann direkt in das Fußballstadion des FC St. Pauli schauen und den jungen Leuten erklären, dass Landschaftsgärtner nicht nur pflanzen, sondern auch Parks und Sportplätze bauen und das Grün anschließend pflegen“, berichtete Eggers.

Insgesamt rund 90 Schülerinnen und Schülern erfuhren auf diese Weise innerhalb von drei Stunden in der Gondel Nummer 7 viel Wissenswertes über den Beruf des Landschaftsgärtners. Unterstützt wurde Sylvia Eggers von Kai Franke, Inhaber des landschaftsgärtnerischen Fachbetriebes Rüssmann GmbH, und seinem Bauleiter und Ausbilder Hendrik Schmidt. Welche Schülerinnen und Schüler in der „grünen Gondel“

Platz nahmen, wusste vorher niemand von ihnen: „Das Ganze funktioniert
nach dem Zufallsprinzip. Jeder Teilnehmer fährt während der Aktion drei Runden und lernt somit drei Berufe kennen. Er darf sich aber vorher nicht aussuchen, bei welchen Berufsvertretern er einsteigt“, erläuterte Kai Franke. Und Hendrik Schmidt ergänzte: „Genau das ist der Vorteil, weil es uns auf diese Weise gelingt, Vorprägungen in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler aufzubrechen. Sie alle kennen die klassischen Berufe wir KFZ-Mechatroniker, Maler, Klempner oder Friseur. Da sie die Gondeln aber nicht wählen können, werden sie überrascht und lernen Neues kennen“.

Die Plätze für die Teilnahme am Future Talk 2019 waren nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr frühzeitig ausgebucht. Sowohl auf Seiten der teilnehmenden Schulklassen als auch auf Seiten der beruflichen Vertreter. Letztere repräsentierten mit ihren Innungen, Verbänden und einzelnen Betrieben die enorme Vielfalt der handwerklichen Ausbildungsberufe. Neben den bereits genannten Klassikern unter anderem Tischler, Uhrmacher, Fotograf, Schornsteinfeger – und natürlich Landschaftsgärtner: „Weil wir aus dem Riesenrad zeigen konnten, wie grün Hamburg ist, und was ein Landschaftsgärtner alles leistet, hatten wir einen echten Vorteil und konnten gegenüber den beliebtesten und bekanntesten Berufen im wahrsten Sinne des Wortes einiges an Boden gutmachen“, resümierte Hendrik Schmidt, nachdem der diesjährige Future Talk auf dem Hamburger Dom zu Ende gegangen war. Auch Kai Franke zeigte sich überzeugt von der Aktion: „Wir konnten innerhalb von drei Stunden den Kontakt zu 90 jungen Leuten aufbauen, die unseren Beruf großteilig vorher noch gar nicht kannten. Natürlich war es eine Herausforderung, sie innerhalb von zehn Minuten Fahrzeit einzufangen und zu interessieren. Aber ich glaube, das ist uns bei vielen gelungen.“ Dafür spricht auch der Kommentar der Schülerin Laura Wagenschütz, die eine Runde mit den Landschaftsgärtnern gedreht hatte: „Mich hat das alles sehr angesprochen! Vorher hatte ich nur vage Vorstellungen davon, was ein Landschaftsgärtner macht. Nun weiß ich, wie abwechslungsreich der Beruf ist und dass ihn auch viele Frauen ergreifen. Spannend ist auch der Umgang mit den großen Maschinen! Ich kann mir gut vorstellen, ein Praktikum in einem landschaftsgärtneri-schen Betrieb zu machen!“

Im kommenden Jahr möchte der FV HH wieder beim Future Talk dabei sein. „Denn das Konzept funktioniert sehr, sehr gut für uns“, sagte Sylvia Eggers. Dies sah auch die Jury des Internationalen Deutschen PR-Preises so, die die Aktion Future Talk der Handwerkskammer Hamburg mit dem PR-Preis 2018 auszeichnete.

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