Landesmeister des FGL Nord belegen Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg
Im Juni dieses Jahres holten zwei Landschaftsgärtner-Azubis aus Hüsby und Dänischenhagen beim Landschaftsgärtner-Cup Nord den Titel „Landesmeister Fachverband GaLaBau Nord 2026“, mit dem der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord (FGL Nord) unter den teilnehmenden schleswig-holsteinischen und hamburgischen Zweierteams seine länderübergreifenden Landesmeister kürte: Leon Luca Schade, Auszubildender im Fachbetrieb Hartmut Schmidt Garten- und Landschaftsbau in Hüsby, und Hannes Weser, Azubi im Fachbetrieb oar Gartenservice in Dänischenhagen, ließen nicht nur die starke Konkurrenz hinter sich, sondern qualifizierten sich auch für die Deutschen Meisterschaften, bei denen die elf deutschen GaLaBau-Fachverbände ihre besten Nachwuchskräfte ins Rennen schicken. Diese fanden unter dem Titel „Landschaftsgärtner-Cup“ am 16. und 17. September 2026 auf der internationalen Leitmesse GaLaBau in Nürnberg statt. Unsere schleswig-holsteinischen Nachwuchstalente holten beim Bundesentscheid Bronze und schafften so den Sprung aufs Siegertreppchen.
Waren zu Recht stolz: Hannes Weser (ganz rechts) und Leon Luca Schade (zweiter von rechts) holten bei den Deutschen Meisterschaften der Landschaftsgärtner:innen Bronze. Foto: BGL.Bei den Deutschen Meisterschaften traten am 16. und 17. September 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zweierteams gegeneinander an. Für jedes von ihnen galt es, innerhalb von 15 Stunden, verteilt auf beide Tage, einen vier mal vier Meter großen Gartenausschnitt umzusetzen. Gefordert waren dabei unterschiedlichste Fertigkeiten aus dem Berufsalltag, vom Arbeiten mit Naturstein und Klinker über den Holzbau bis hin zur fachgerechten Pflanzung.
Großes Können auf kleinem Raum
Im Mittelpunkt der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe stand ein sogenannter „Tiny Garten“. Die Idee dahinter: Auch auf kleiner Fläche lassen sich grüne Orte schaffen, die Aufenthaltsqualität bieten, etwa im Umfeld eines Tiny Houses oder als grüne Insel im Straßenraum. Entsprechend vielseitig war die Aufgabe, die Landschaftsarchitekt Michael Epple für den Cup entworfen hatte. Eine Sitzmauer über Eck aus regionalem Jura-Kalkstein gehörte ebenso zum Garten wie eine kleine Klinkerterrasse mit einer Einfassung aus einer sogenannten Grenadierschicht.
Blickfang und Mittelpunkt des Entwurfs war ein alter Birnbaum. Er wurde in einen Container gesetzt, der mit Holzlamellen verkleidet und mit einer Abdeckung versehen wurde. So entstand aus dem Pflanzgefäß zugleich eine zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsfläche. Bei der Bepflanzung waren die Nachwuchskräfte selbst gefragt: Solitär-, Pracht- und Leitstauden mussten sie eigenständig auf der Fläche anordnen. Zum Einsatz kamen Pflanzen, die sich auch unter städtischen Bedingungen bewähren und mit vergleichsweise wenig Wasser und Pflege auskommen.
Damit verlangte die Aufgabe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur handwerkliche Präzision ab. Auch ein gutes Gespür für Gestaltung, Pflanzenverwendung und die sinnvolle Organisation der eigenen Arbeit war entscheidend.
Verdienter dritter Platz: Gute Vorbereitung zahlt sich aus!
Leon Luca Schade und Hannes Weser wurden mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung für ihren Einsatz belohnt: Beide hatten sich vorab akribisch auf den Landschaftsgärtner-Cup vorbereitet und dabei von ihren beiden Ausbildungsbetrieben oar Gartenservice und Hartmut Schmidt umfassende Unterstützung erhalten. Als Finale ihres individuellen Trainings übten Leon und Hannes die Herausforderungen und Raffinessen der Nürnberger Bauaufgabe noch einmal über mehrere Tage gemeinsam in Leons Ausbildungsbetrieb in Hüsby. Trainiert wurden sie hierbei vom Juniorchef Merlin Schmidt, der 2018 in Schleswig-Holstein den Landesmeister-Titel holte und somit bereits Erfahrung beim Bundesentscheid sammeln konnte.
„Der Cup zeigt, was in unserem Beruf steckt“
Thomas Banzhaf, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), gratulierte im Zuge der Siegerehrung am 17. September den drei bestplatzieren Teams und würdigte zugleich die Leistung aller Teilnehmenden: „Der Landschaftsgärtner-Cup zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig und anspruchsvoll unser Beruf ist. Hier müssen innerhalb kürzester Zeit ganz unterschiedliche Materialien, Pflanzen und Arbeitstechniken zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden. Dafür braucht es Fachwissen, handwerkliche Sicherheit, einen guten Blick für Gestaltung und vor allem echte Teamwork. Genau das haben unsere 22 Nachwuchskräfte in diesen beiden Tagen unter Beweis gestellt.“
Chance auf die EuroSkills 2027
Der Sieg des Landschaftsgärtner-Cups 2026 ging an das Landesmeister-Team des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus Niedersachsen-Bremen und somit ebenfalls an ein Team aus dem Norden. Den zweiten Platz belegten die amtierenden Landesmeister aus Sachsen. Die drei bestplatzierten Teams - und somit auch Leon Luca Schade und Hannes Weser als Drittplatzierte - haben nun die Chance, in die landschaftsgärtnerische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Aus dieser wird anschließend das Zweierteam ausgewählt, das Deutschland bei den EuroSkills 2027 in Düsseldorf im Skill Landscape Gardening vertreten wird. Damit ist der Landschaftsgärtner-Cup nicht nur die Deutsche Meisterschaft der Nachwuchs-Landschaftsgärtnerinnen und -Landschaftsgärtner, sondern zugleich ein mögliches Sprungbrett auf die internationale Wettbewerbsbühne.
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