Hagenbeck-Entrée wird zum GARDEN_CLUB:
Der Nachwuchs aus dem Garten- und Landschaftsbau bewies beim Berufswettkampf „Landschaftsgärtner-Cup Nord“ am 12. und 13. Juni vor dem Tierpark Hagenbeck Talent, Tempo und Teamgeist. Die Cup-Sieger und gleichzeitig neuen Landesmeister kommen aus Hüsby und Dänischenhagen.
Gesamtsieger des Landschaftsgärtner-Cups Nord und „Landesmeister Fachverband GaLaBau Nord 2026“ sind Leon Luca Schade vom Fachbetrieb Hartmut Schmidt Garten- und Landschaftsbau in Hüsby (hinten) und Hannes Weser vom Fachbetrieb oar Gartenservice aus Dänischenhagen. Foto: FGL Nord/KottichZwei Tage lang war der Vorplatz des Hamburger Tierparks Hagenbeck Bühne für den landschaftsgärtnerischen Nachwuchs aus dem Norden. Beim Landschaftsgärtner-Cup Nord 2026 traten am 12. und 13. Juni elf Zweierteams aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegeneinander an und zeigten, wie viel handwerkliche Präzision, Kreativität und Teamarbeit im Beruf der Landschaftsgärtner:innen steckt.
Wo sonst Besucher:innen in den Tierpark strömen, wurde gebaut, gepflanzt, gemessen und gestaltet. Im Mittelpunkt stand dabei der Wettbewerb, der die ganze Bandbreite des Berufs sichtbar macht. Der Landschaftsgärtner-Cup Nord besteht aus vier Stationen, die gemeinsam in die Gesamtwertung einfließen. Neben dem Herzstück des Wettbewerbs, der Bauaufgabe, mussten sich die angehenden Landschaftsgärtner:innen auch in den Bereichen Pflanzenkenntnis, Vermessung und Technik beweisen.
Schleswig-Holsteiner holen den Gesamtsieg
Insgesamt gingen vier Teams aus Schleswig-Holstein, vier Teams aus Hamburg und drei Teams aus Mecklenburg-Vorpommern an den Start. Aus den acht schleswig-holsteinischen und hamburgischen Zweierteams wurden länderübergreifend die Bestplatzierten des gastgebenden Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord (FGL Nord) gekürt. Die höchste Gesamtpunktzahl erreichten Leon Luca Schade vom Fachbetrieb Hartmut Schmidt Garten- und Landschaftsbau in Hüsby und Hannes Weser vom Ausbildungsbetrieb oar Gartenservice aus Dänischenhagen. Damit sicherte sich das Duo den Titel „Landesmeister Fachverband GaLaBau Nord 2026“. Als gemeinsame Landesmeister der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein vertreten sie den Norden beim Bundesentscheid im September auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg. Dort treffen die besten Nachwuchsteams aller Bundesländer aufeinander und kämpfen um den Titel „Deutsche Meister 2026“.
Besonders herausragend war die Leistung des Siegerteams angesichts der Tatsache, dass beide in unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben arbeiten und vor dem Berufswettkampf nicht gemeinsam geübt hatten. Umso wichtiger war eine gute Organisation vor Ort: „Wir haben am Vorabend des Cups die Tätigkeiten der Bauaufgabe genau verteilt. Leon hat schwerpunktmäßig die Natursteinarbeiten übernommen, ich habe mich zunächst den umfangreichen Holzuarbeiten gewidmet und wurde hierbei später von Leon unterstützt. Ohne diese Abstimmung hätten wir diese komplexe Aufgabe in nur zehn Stunden nicht so gut meistern können“, berichtet Hannes Weser nach der Siegerehrung.
Die Plätze zwei und drei unter den Hamburgern und Schleswig-Holsteinern gingen an Tom Vincent Beyer und Henri Schneider vom Ausbildungsbetrieb Norbert Farwick Garten- und Landschaftsbau aus Appel sowie an Ramon Steiger und Jonas Mohr, die im Fachbetrieb Rieck Garten- und Landschaftsbau in Wedel lernen.
Die Bauaufgabe: Hagenbeck wird zum Dancefloor
Besonderer Blickfang des diesjährigen Cups war die Bauaufgabe, die zugleich die größte Herausforderung darstellte. Unter dem Motto „Der Sommer ruft – wir antworten mit unserem GARDEN_CLUB!“ entstanden innerhalb von nur zehn Stunden, verteilt auf zwei Tage, elf identische Gärten nach Plan auf jeweils 16 Quadratmetern. Die Teams bauten einen sommerlichen Club mit Dancefloor, Loungebereich und DJ-Pult auf einem Podest, darüber eine Pergola, die über der Tanzfläche mit Kordeln und Lampions bespannt war. Eingerahmt wurde das Ganze von einer leichten, sommerlichen Bepflanzung mit Bambus und farbenfrohen Akzenten. So verwandelte sich der Tierpark-Eingang Stück für Stück in eine grüne Eventfläche mit urbanem Sommerflair.
Doch entschieden wurde der Wettbewerb nicht allein auf der Baustelle. Auch an den drei weiteren Stationen war Können gefragt. Bei der Pflanzenkenntnis und -verwendung mussten die Teilnehmenden ihr Fachwissen unter Beweis stellen, bei der Station Vermessung Maßgenauigkeit und Präzision, und im Bereich Technik waren Geschick und Kompetenz im Umgang mit Maschinen und technischem Gerät gefragt. Erst das Zusammenspiel aller vier Stationen ergab am Ende das Gesamtbild – und damit die Platzierungen.
Hohes Niveau an einem besonderen Schauplatz
Der Landschaftsgärtner-Cup Nord wechselt jedes Jahr zwischen den drei beteiligten Bundesländern. Mit dem Vorplatz des Tierparks Hagenbeck hatte der FGL Nord als Gastgeber in diesem Jahr einen besonders publikumswirksamen Schauplatz gewählt. Zahlreiche Besucher:innen erlebten begeistert mit, wie auf einer freien Fläche in kurzer Zeit elf kleine sommerliche Erlebnisräume entstanden.
„Der Landschaftsgärtner-Cup Nord steht nicht nur für das hohe Niveau der Ausbildung im Norden. Er zeigte auch, wie modern, kreativ und zukunftsorientiert der Garten- und Landschaftsbau aufgestellt ist. Wir arbeiten mit Pflanzen, Stein, Holz und Wasser und gestalten so keine rein funktionalen Außenanlagen, sondern Orte mit Atmosphäre, Aufenthaltsqualität und Charakter“, sagt Adonis Andresen, der den Cup für den FGL Nord organsierte.
Für die neuen Landesmeister-Teams aus Norddeutschland heißt es nun: auf nach Nürnberg. Der Norden darf gespannt sein.
Ein herzlicher Dank geht an die Sponsoren des Nord-Cups: Die Firmen Wienerberger, Nord Stein, Baumschule Sander, Hermann Meyer, Lusga Baumaschinen, Lorenz von Ehren, A&J HOLZZENTRUM, Woehe & Heydemann, RINN und Hass + Hatje
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